Psychotherapie

Transaktionsanalyse

Die Psychotherapierichtung Transaktionsanalyse (TA) entstand Mitte der 50er Jahre in Amerika durch den Psychiater Eric Berne (1910-1970). Seit dem gibt es eine ständige Weiterentwicklung der TA Konzepte durch einige namhafte Persönlichkeiten wie etwa Fanita English, Mary und Robert Goulding, William F. Cornell und Bernd Schmid.

Modelle

Das Konzept der Ich-Zustände und jenes des Lebensplans sind eine der frühen TA Konzepte, mit denen die Menschen sich ihre erlebte Wirklichkeit erklären, reflektieren, analysieren und verändern können. Das Modell der Ich-Zustände besagt, dass wenn sich jemand in seinem Verhalten, Denken und Fühlen auf eine Hier- und Jetzt- Situation mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten reagiert, dann befindet sich diese Person im Erwachsenen-Ich-Zustand.

Verhält, denkt oder fühlt sich jemand so, wie es seine Bezugspersonen taten, dann befindet sich diese Person im Eltern-Ich-Zustand.

Im Kind-Ich-Zustand wäre jemand, wenn das Verhalten, Denken und Fühlen dem gleicht, wie man sich als Kind erlebt hat.

Die TA geht davon aus, dass wenn wir in Kommunikation mit anderen Personen sind, wir miteinander aus einem dieser Ich-Zustände sprechen und uns unser Gegenüber aus einem dieser Ich-Zustände antwortet. Dieser Austausch wird als Transaktion bezeichnet und dient der Erfüllung von Grundbedürfnissen. Dabei werden Aktivitäten getätigt, Rituale durchgeführt, Strokes (Streicheleinheiten) ausgetauscht, sogenannte „Spiele“ (pathologisches Sozialverhalten) gespielt um das Grundbedürfnis der Zeitstrukturierung zu erfüllen.


Ein weiter zentraler Begriff in der TA ist jener des Skripts. Das Lebensskript wird in der Kindheit gebildet. Als Erwachsener leben wir danach um unsere unbewusste Lebensgeschichte zu erfüllen. Die Analyse der Einschärfungen und Antreiber, die Skriptanalyse hilft dabei, sich aus Schwierigkeiten und von Problemen zu lösen.


Die Kommunikation ist das Mittel der TA. Ziel in der transaktionsanalytischen Psychotherapie ist eine integrierte, autonome Persönlichkeit welche die  Fähigkeit besitzt, sich in einem sozialen Gefüge selbstbewusst, respektvoll, achtsam, rücksichtsvoll zu bewegen. Spontaneität, Bewusstheit und Intimität werden angestrebt. TransaktionsanalytikerInnen arbeiten mit ihren KlientInnen im Bewusstsein der Gleichwürdigkeit und Gleichwertigkeit. Die Kommunikation ist frei und offen und die Grundlage der gemeinsamen Arbeit bildet der Therapievertrag.

Grundüberzeugungen in der TA

  • Menschen sind in ihrer Ganzheit in Ordnung.
  • Jeder Mensch hat die Fähigkeit, zu denken und Probleme zu lösen.
  • Der Mensch ist in der Lage, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und dieses zu gestalten und Entscheidungen zu verändern.

Anwendung der Transaktionsanalyse

Die Konzepte und Modelle der Transaktionsanalyse werden in den Bereichen Psychotherapie, Beratung, Organisationsentwicklung und Pädagogik/Erwachsenenbildung angewendet.

TA-Institutionen

  • International Transactional Analysis Association (ITAA)
  • European Transactional Analysis Association (EATA)
  • Deutsche Gesellschaft der Transaktionsanalyse (DGTA)
  • Österreichische Gesellschaft für Transaktionsanalyse (ÖGTA) – https://www.transaktionsanalyse.at/
  • Wiener Institut für Transaktionsanalyse (WITA) – https://www.ta-wita.at/
  • Institut für transaktionsanalytische Psychotherpaie (ITAP) – https://www.itap.at/
  • Österreichischer Arbeitskreis für Tiefenpsychologische Transaktionsanalyse (ÖATA) – https://oeata.at/

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